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Videomarketing versus Social Media Marketing?

posted on Februar 17th 2016 in Betrachtungen with 0 Comments

I. Videomarketing hält Einzug in das Social Media Marketing
Mittlerweile hat jedes Unternehmen eine Facebook Seite. Und inzwischen hat sich auch herumgesprochen, dass es nicht reicht eine Fanpage zu haben, sondern dass diese Unternehmensseiten in Facebook gepflegt werden müssen. Zwischenzeitlich hat YouTube mächtig Einzug in die Medien gefunden. Und immer lauter wird über den Sinn von Videos im Bereich des Social Media Marketings diskutiert. Dass Fotos gegenüber reinen Texten klar im Vorteil sind, leuchtet ein. Auch dass Bewegtbilder, also Videos bzw. Clips, noch stärkere Vorteile haben als reine Texte und Fotos ist auch vollkommen nachvollziehbar.

II. Videomarketing ist ein mächtiges Werkzeug in Zusammenhang mit YouTube
Hier geht es schon los. Bei den meisten hört die Vorstellung, dass YouTube mehr ist als eine Videoplattform, mit dem Hochladen des Videos auf. YouTube ist ein mächtiges Werkzeug für das Social Media Marketing, das sich auf mehreren Wegen effizient einsetzen lässt.

III. YouTube ist die zweit größte Suchmaschine nach Google
Viele wissen noch nicht bzw. vielen ist noch nicht im Bewusstsein, dass YouTube eine Suchmaschine ist. Bei vielen Gesprächen schauen mich meine Gesprächspartner deswegen verdutzt an. Doch dann fällt ihnen ein, dass sie tatsächlich selber in YouTube “googlen” und nachschauen. Auch Unternehmen und deren Produkte bzw. Dienstleistungen werden gesucht.

IV. Weshalb wird in YouTube gesucht?
Der erste Gedanke ist bei meinen Gesprächspartnern oft, dass man in YouTube nach Erklärvideos für Computerprogramme sucht, weil man z.B. mit dem Office-Programm nicht weiter kommt. Doch sehr viele sehen sich Videos über Produkte an. Man vergleicht mittlerweile verschiedene Produkte in YouTube. Wie sieht das Produkt tatsächlich aus? Wie groß ist es? Wie liegt es in der Hand? Wie ist es zu bedienen? Was leistet das Produkt tatsächlich? Auch wenn Sie jetzt vielleicht kein Produkt verkaufen, sondern eine Dienstleistung, wird man nach Ihnen suchen. Schließlich möchte man gerne sehen mit wem man es zu tun hat. Wie arbeitet das Unternehmen bzw, der Dienstleister? Mit wem habe ich es zu tun? Kurz: der Verbraucher heute möchte ein Gesicht vom Unternehmen – von Ihnen – sehen.

V. Filmmarketing im Social Media Marketing ist inzwischen Standard
Wer Social Media Marketing betreiben will, und wenn es neben der Webseite auch nur eine Facebook Unternehmensseite (sprich: Fanpage) ist, kommt auf lange Sicht nicht darum herum, Filme einzusetzen. Denn dass das inzwischen Standard ist, kann man an manchen verzweifelten Versuchen mitzumachen überall mitverfolgen. In Aktionismus zu verfallen ist genauso falsch wie das Thema von sich zu weisen. Es gibt viele Möglichkeiten das Medium effizient einzusetzen. Zuerst muss man sich Gedanken über die Möglichkeiten des Einsatzes des Mediums machen (und über den Inhalt), bevor man sich an die Herstellung eines Filmes wagt. Die Herstellung von einem Film muss nicht teuer sein. Allerdings sollte man den Gedanken, Werbefilme mit einem Smartphone produzieren zu wollen, gleich wieder verwerfen. Auch wenn man damit mittlerweile ganz ordentlich filmen kann, für einen professionellen Auftritt reicht es nicht.

VI. Beobachten Sie das Netz – beobachten Sie sich selbst
Beobachten Sie beim nächsten Besuch im Internet, wie oft und vor allem wo Sie über Videos stolpern. Sie werden feststellen, dass nicht nur Werbefilme auftauchen. Vermehrt setzen Nachrichtenseiten Videos ein. Messen stellen Veranstaltungsvideos ins Netz. Berater und Coaches bestücken ihre YouTube Kanäle und Webseiten mit Seminarfilmen. Verbraucher stellen Produkte vor, das sogenannte “Unboxing” – das ist das Vorstellen eines verpackten Produktes, das vor laufender Kamera ausgepackt und vorgestellt wird.
Beobachten Sie sich selbst, wenn Sie im Internet nach etwas suchen. Wie oft landen Sie tatsächlich in YouTube? Sowohl privat, weil Sie etwas genauer sehen und vergleichen wollen, als auch beruflich, weil Sie vielleicht sehen wollten, was Ihre Mitbewerber machen. Weshalb also den Erfolg anderen überlassen?